In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf die Entstehungsreise meines neuen Herzensprojektes: Ein Buch, das allen Menschen Hoffnung und Mut machen soll, die vor scheinbar unĂŒberwindlichen Herausforderungen stehen.

PortrĂ€t Autorin Alex Wagner ĂŒber Kopf mit Ornamenten und Schriftzug Kinderbuchprojekt Hoffnung

Herausforderungen, wie Krankheiten, fiese Personen oder das GefĂŒhl zu versagen, stellen die eigene Welt auf den Kopf – und zwar auf eine ungute Art und Weise. In solchen Situationen kann man schon mal die Hoffnung verlieren. Mein Kinderbuch »Der Sumpfmumpf und die Hoffnung« ist einem besonderen Menschen und all jenen gewidmet, die sich nach Zuversicht sehnen.

Update: Entstehungsschritte

So wie Amelie im Buch gegen den Sumpfmumpf kĂ€mpft, ist die Entstehung des Kinderbuches fĂŒr mich voller Herausforderungen und kleiner KĂ€mpfe. Ironie des Schicksals?

12.11.2022: Auslöser
Im November 2022 trifft mich die Nachricht wie ein Vorschlaghammer auf den Kopf. Es ist Sonntag, ich liege noch im Bett. Gerade haben mein Mann und ich mit unserem Sohn gekuschelt und PlĂ€ne fĂŒr den Tag geschmiedet. So schön! Ich werfe einen Blick auf mein Handy. Die Nachricht meiner Freundin besteht aus drei Wörtern: „Ich im KH, Krebs.“

07.12.2022: Reimgeschichte
Seit einem Monat bin ich in Gedanken stĂ€ndig bei meiner Freundin, die gegen den Krebs kĂ€mpft. Fast tĂ€glich sende ich ihr Nachrichten und ĂŒberlege mir, wie ich ihr Hoffnung spenden könnte.

Ein toller Workshop zum Thema Schreibmelodie und Reimen motiviert mich so sehr, dass ich das Hoffnungsthema innerhalb von ein paar Stunden als Reimgeschichte schreibe. Per WhatsApp sende ich die Geschichte direkt meiner erkrankten Freundin. Sie freut sich darĂŒber sehr.

Aber in die Reimgeschichte schleichen sich noch weitere Ideen ein, durch die ich den Fokus auf das eigentliche Thema verliere. Ich stelle fest: die Reimgeschichte ist eher so … „naja“. Ich bin total frustriert.

19.05.2023: Erster Satz 
Nachdem ich vor einer Woche eine schlaflose Nacht hatte, in der ich die grobe Story, konkrete Dialoge und Illustrationsideen um 5:30 auf einen Block in der KĂŒche kritzelte, finde ich nun endlich Zeit, das Manuskript meines Hoffnungsbuches zu beginnen. Meinen Versuch, das Thema als Reimgeschichte umzusetzen, begrabe ich endgĂŒltig. Denn ich finde das Thema zu „schwer“, um es fĂŒr Kinder in einer Reimgeschichte zu verpacken.

20.05.2023: Illustratorinnen-Suche
Zum Buch hatte ich schon zwei, drei spezielle Illustrator:innen im Kopf. Mal sehen, wer Zeit und Lust hat. Die GesprĂ€che sind angestoßen. Ich erhalte die Zusage der Illustratorin. Allerdings hat sie erst ab November Zeit. Auch, wenn die Zeit drĂ€ngt – dann meine Freundin soll das Buch möglichst noch erleben – sage ich der Illustratorin zu.

Außerdem entscheide ich mich fĂŒr den Titel „Hoffnung und der Sumpfmumpf“ (und werde ihn spĂ€ter wieder Ă€ndern).

24.05.2023: Lektorat
Nachdem das Thema schon seit einem halben Jahr in mir brodelt und raus möchte, habe ich den Text innerhalb weniger Tage geschrieben, ĂŒberarbeitet, Testlester:innen geschickt und dann fĂŒrs Lektorat fertig gemacht.

14.06.2023: Start der Überarbeitung
Nach der RĂŒckmeldung der Lektorin Susanne Ospelkaus mache ich mich an die Überarbeitung. Eine Figur lasse in der Geschichte ich nun doch wieder in Reimen sprechen. Außerdem habe ich die Idee, dass ich ein Kinderlied zum Buch komponieren lassen möchte. Denn Singen ist fĂŒr mich Hoffnung. Ich verfasse direkt den Liedtext und engagiere einen Komponisten.

17.07.2023: Überarbeitung Runde 2
Die Reime in der Geschichte wollen erweitert und verfeinert werden. Manchmal ist es zum Verzweifeln. Außerdem integriere ich das Lied in die wörtliche Rede von Hoffnung. Die Figur spricht nun nicht mehr, sondern singt im Dialog. So ein Bilderbuch ist mehr Arbeit als gedacht 😬

August und September 2023: Feilen am »Lied der Hoffnung«
Ich schreibe mit dem Komponisten viel hin und her, um mich wegen des Liedes abzustimmen. Den Liedtext passe ich auf die finale Melodie an.

Oktober 2023: finales Lektorat und Korrektorat
Endlich steht das Lied. Da Teile des Liedtextes nun auch im Dialog der Figur Hoffnung auftauchen, geht das Manuskript nochmals zu Susanne Ospelkaus ins Lektorat und fĂŒr einen finalen Check ins Korrektorat zu Dominique Daniel.

November 2023: GefĂŒhlt alles auf Anfang
Die Illustratorin sagt mir nach dem ersten tiergehende Briefing-Telefonat ab. Eine Welt bricht fĂŒr mich zusammen, denn meiner Freundin geht es immer schlechter. Ich befĂŒrchte: Durch die Absage werde ich es niemals schaffen, das Buch vor ihrem Tod zu finalisieren. Leider sollte ich mit dieser BefĂŒrchtung recht behalten.

Kurz vor der Absage hatte sich der andere Illustrator bei mir gemeldet. Meine E-Mail-Anfrage war in seinem Spam-Ordner gelandet und er hatte diese verspĂ€tet gesehen. Zum GlĂŒck hat er Interesse am Projekt und möchte »Der Sumpfmumpf und die Hoffnung« gerne illustrieren. Danke Thomas Handl! FĂŒr mich bedeutet das aber: Alle Briefings und GesprĂ€che nochmal fĂŒhren.

Die Absage der ursprĂŒnglich beauftragten Illustratorin hat eine weitere Auswirkung: Ich bin völlig verunsichert, was meine Geschichte und den Text anbelangt. Zweifel rĂŒhren sich in mir. GĂ€be es nicht meine Freundin, der ich das Buch versprochen habe, wĂŒrde ich die Flinte ins Korn werfen.

Dezember 2023 bis Februar 2024: Charakterentwicklung
Thomas arbeitet an der Charakterentwicklung von Amelie, Hoffnung und Sumpfmumpf. Mittlerweile bin ich glĂŒcklich ĂŒber die Absage der anderen Illustratorin. Denn diese hat mich zu weiterem Arbeiten an den Figuren gezwungen. Thomas bringt einen Blick mit einer gewissen Leichtigkeit auf das Thema mit, was mir und der Geschichte gut tut.

Meiner Freundin sende ich die Skizzen von Amelie und die fertig entwickelten Figuren. Hoffnung ist ihr Profilbild fĂŒr ihren WhatsApp-Account – bis zuletzt.

MĂ€rz 2024: Stillstand
Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es keine Hoffnung mehr fĂŒr meine Freundin gibt. Der Krebs wĂ€chst weiter trotz unzĂ€hliger Chemo-Therapien. Geplante Besuche sagt sie spontan ab, weil sie sich zu unfit fĂŒhlt. Wir fassen den April fĂŒr ein Treffen ins Auge. Da habe ich Urlaub und kann ohne große Vorplanung zu ihr fahren. Doch so viel Zeit werden wir nicht mehr haben.

Beim Buchprojekt herrscht Stillstand.

19. MĂ€rz 2024: Das letzte Telefonat
Meine Freundin ruft mich an und wir videotelefonieren. Eigentlich hĂ€tte ich fĂŒr die Arbeit etwas fertig machen mĂŒssen, aber ich entscheide mich trotzdem dem Telefonat den Vorrang zu geben. Im Nachhinein bin ich so froh und dankbar dafĂŒr. Denn: Es wird das letzte Telefonat sein, das ich mit ihr fĂŒhre.

29. MĂ€rz 2024, Karfreitag: Meine Freundin geht – fĂŒr immer
Was ich die Tage zuvor in den kurzen Chat-Nachrichten schon immer befĂŒrchtet hatte, wird jetzt RealitĂ€t. Ich erhalte die Nachricht, dass meine Freundin vormittags verstorben ist.

Sie hat ihr Buch nicht mehr erlebt. Ich hĂ€tte es ihr so gern geschenkt. Warum sollte ich am Buch weiterarbeiten, wenn der Auslöser und Grund dafĂŒr nicht mehr da sind? Ich fĂŒhle mich, als hĂ€tte ich ein Versprechen gebrochen.

12. April 2024: Beerdigung
Meine Freundin wird beerdigt. Die Kirche ist voller als an Heilig Abend. Mir war nicht bewusst, wie gut vernetzt sie in ihrem Heimatort war.

Werden sich von mir auch einmal so viele Menschen verabschieden wollen? Was wird man an meinem Grab ĂŒber mich sagen?

Das Thema Tod – mein persönliches Riesen-Angst-Thema – drĂ€ngt sich unĂŒbersehbar vor mich – in Form eines gigantisch großen Fotos meiner verstorbenen Freundin, das vorne am Altar steht, und einer kleinen Urne, die zu Grabe getragen und darin versenkt wird.

Das war’s. Ich werde sie nie mehr wieder sehen. Nie. Es ist unfassbar. Warum ist das die Wahrheit?

Warum schreibe ich ĂŒber Hoffnung, wo doch das Leben ein einziges Ziel hat und zwar den Tod? Seit Monaten begleitet mich ein dunkles GefĂŒhl und die Frage, warum mache ich im Leben das, was ich mache? Ist es das Richtige? Sollte ich meine Zeit anders nutzen? Nutze ich sie richtig? Ist BĂŒcher zu schreiben, das, was ich wirklich will? Ich strudele in eine Art Sinnkrise. Den Gedanken, meine Lebenszeit richtig zu nutzen und auszufĂŒllen, trage ich schon immer in mir. Bisher hatte ich immer das GefĂŒhl, mit meinem Lebensweg die richtige Antwort darauf gefunden zu haben. Aber jetzt? Im Angesicht des Todes erscheint mir alles sinn- und hoffnungslos. Warum?

Mitte April 2024: Soll ich aufhören, KinderbĂŒcher zu schreiben?
Nach der Beerdigung meiner Freundin spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, auch meine „Autorinnenkarriere“ zu beerdigen, und aufhören zu schreiben. Und das, obwohl es ganz gut lĂ€uft. Ich habe eine Literaturagentur gefunden, die mein Manuskript Verlagen anbietet. Von meinen beiden BĂŒchern, die bereits auf dem Markt sind, plane ich die zweite Auflage, weil die erste in wenigen Monaten vergriffen sein wird. Von meinem SEO-Content-Redakteuerin-Job habe ich mir eine bereits lang geplante Auszeit genommen, um mich auf meine Buchideen fokussieren zu können. Und jetzt? Zweifle ich. So sehr. Mit meiner Arbeit an Buchideen komme ich nicht voran. Das Sumpfmumpf-Buch fĂŒhlt sich unrund an. Soll ich einfach alles sein lassen und aufgeben? Obwohl mir aufzugeben schon mein Leben lang widerstrebt?

Erneut sind es ein Zufall und ein Workshop, die meinen Weg kreuzen. Es geht ums Autor:innen-Mindset. Vielleicht ist die Wurzel meiner Zweifel mein Mindset? Bevor ich mich endgĂŒltig vom Buchschreiben verabschiede, beschließe ich mich fĂŒr das Mindset-Programm anzumelden, auch wenn es nicht billig ist.

Mai 2024: Es geht um Angst, nicht um Hoffnung und doch ist Hoffnung schenken mein „Warum“
Im Zuge des Mindset-Programms und das Hören diverser HörbĂŒcher stelle ich mich der Frage „Warum schreibe ich?“, auch wenn es nervig und ein verwirrender, aufwĂŒhlender Prozess ist.

Denn es ist der Blick in einen tiefen, furchteinflĂ¶ĂŸenden Abgrund. Einfacher wĂ€re es, zur Seite zu schauen. Aber ich zwinge mich dazu, meine Augen auf den schwarzen Abgrund und den harten Boden zu richten. Ich habe das GefĂŒhl, dass ich nur dort die Antwort und eine Lösung finden kann. Es fĂŒhlt sich furchtbar an und geht mit TrĂ€nen einher. Trotzdem: Ich werde es nicht mehr wegschieben.

Genauso wenig möchte ich das GefĂŒhl, dass mit der Sumpfmumpf-Geschichte etwas nicht stimmt, nicht mehr wegschieben. Auch wenn der Text nach Lektorat und Korrektorat offiziell fertig ist, setze ich mich nochmal ran. Zudem skizziere ich alle Doppelseiten des Bilderbuches, auch wenn ich nicht zeichnen kann, um Thomas meinen neuen Blick auf die Geschichte schneller vermitteln zu können.

Daneben arbeite ich an den Verkaufstexten fĂŒr das Buch erneut, in denen die Quintessenz der Geschichte zusammengefasst werden muss.

Gerade durch die Arbeit an den Verkaufstexten merke ich: Im Buch geht es nicht primÀr um Hoffnung, sondern um Angst. Das ist eigentlich logisch. Denn zuerst ist die Angst da. Dann kommt die Hoffnung. Ohne Angst hÀtte Hoffnung keine Daseiensberechtigung. Man braucht Hoffnung nur, wenn man Angst hat. Dieses Aha-Erlebnis spiegle ich im Titel des Buches wieder. Nicht mehr die Hoffnung steht an erster Stelle, sondern die Angst: »Der Sumpfmumpf und die Hoffnung«.

Zudem stelle ich fest: Im Buch geht nicht um meine Freundin, sondern um mich und meine Angst. Ich habe mich also bisher zwar unbewusst, aber dennoch selbst angelogen. Diese Erkenntnis wirkt wie eine Befreiung und fĂŒhrt mich zu einem Buchtext, mit dem ich endlich zufrieden bin. Ich bin fast ein bisschen stolz auf mich.

Zur Krönung lerne ich auch das „Warum“ meines Schreibens kennen, weil mich die Kursleiter des Mindset-Programms mit der Nase darauf stĂ¶ĂŸt. Wie konnte ich das nicht sehen? Es lag schon immer vor mir. Ich schreibe, weil ich Hoffnung schenken möchte – in einer Welt, die sich beĂ€ngstigend schnell verĂ€ndert (Klimawandel, KI, Soziale Netzwerke, Konflikte…) und diesem Wandel mit zunehmender Angst begegnet. Auf diese unreflektierte Angst reagieren die meisten Menschen nicht mit hinschauen und der Suche nach einer hoffnungsvollen Lösung in sich selbst. Sie reagieren mit Hass auf andere (Hatespeech im Netz, Angriffe auf Politiker, Konfrontationsgetriebenen Aktionen und Demos). Damit wird die Angst befeuert. Unsere Welt braucht Hoffnung angesichts dieser in teilen nicht ganz so rosigen Zukunft. Im Speziellen brauchen Kinder Hoffnung. Denn sie werden in dieser Welt noch lange leben. Ihnen und auch allen Erwachsenen möchte ich mitgeben: Wenn du Angst hast, schau nicht weg. Schau hin, auch wenn es schmerzt. Du findest eine Lösung. Sie liegt in dir selbst. Du bist stark, auch wenn du dich schwach fĂŒhlst. 

 

 

 

Was ist Hoffnung?

Hoffnung ist fĂŒr mich wie ein Lichtblick, dass die Zukunft nicht so dĂŒster bleiben muss, wie die aktuelle Situation scheint. Hoffnung begleitet mich bereits mein ganzes Leben. Die Hoffnung nicht aufzugeben, zuversichtlich sein, weiterzumachen und zu kĂ€mpfen, auch wenn es anstrengend ist und die Chancen auf Erfolg nicht sicher sind – das gehört zu meiner DNA.

Gesundheitliche Herausforderungen und schwere KrankheitsfĂ€lle kenne ich persönlich und aus meinem nahen Umfeld seit vielen Jahren. FĂŒr mich sind Hoffnung und Zuversicht daher sehr wichtig. Ich weiß, wie es sich anfĂŒhlt, wenn man in einem Tal ist und nicht weiß, wie man da wieder rauskommen soll. Durch schwere Zeiten und tiefe TĂ€ler geht man leichter, wenn Familie und Freunde unterstĂŒtzen, finde ich – und Geschichten, die Mut und Leichtigkeit vermitteln. So eine Geschichte möchte ich schreiben.

Warum ausgerechnet jetzt ein Buch ĂŒber Hoffnung?

Die Nachricht, dass eine gute Freundin an einer sehr fortgeschrittenen Krebserkrankung leidet, erreicht mich im November 2022 und wĂŒhlt mich ziemlich auf. Seither bekomme ich beinahe tĂ€glich ihre Qualen, ihre RĂŒckschlĂ€ge, das unsĂ€gliche Leid mit. Ich bewundere sie dafĂŒr, wie sie in einer derart herausfordernden Situation und unĂŒberwindbar scheinenden Lage immer weitermacht und die Hoffnung nicht aufgibt. Sie klammert sich ans Leben.

Ich möchte sie in dieser schweren Zeit begleiten und ihr zur Seite stehen, auch wenn mich das – das gebe ich offen zu – manchmal seelisch ziemlich anstrengt. Aber hier geht es nicht um mich, sondern um sie. WĂ€re ich in einer solchen Lage, wĂ€re eine große Angst von mir, vergessen und allein gelassen zu werden. Nutzlos zu sein. Das wĂŒrde mir die Hoffnung und den Antrieb rauben. Neben einer schweren Krankheit auch noch dieses GefĂŒhl mitschleppen zu mĂŒssen, stelle ich mir schrecklich erdrĂŒckend vor. Daher möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass sich meine Freundin – auch wenn sie ans Bett gefesselt ist – nicht allein und nutzlos vorkommt.

Bisher hat sie alle meine Geschichten immer als Testleserin gelesen. Nach Erscheinung hat sie meine BĂŒcher unterstĂŒtzt, indem sie diese im Freundeskreis Eltern und Lehrerinnen von Grundschulkindern empfohlen oder geschenkt hat. Sie findet es total cool, dass ich BĂŒcher schreibe. Daher keimt in mir der Wunsch, dass ich ein Buch fĂŒr sie schreiben bzw. widmen möchte. Dieser Wunsch wird immer stĂ€rker. Die Idee lĂ€sst mich monatelang nicht mehr los, auch wenn die ersten Versuche (das Thema als Reimgeschichte umzusetzen) ziemlich daneben gehen. Jetzt soll es ein Bilderbuch sein.

Hoffnung fĂŒr wen?

Du fĂŒhlst dich in einem Tal vor einem riesigen Berg mit einem Rucksack, der schwerer und grĂ¶ĂŸer ist als du? Genau fĂŒr dich ist dieses Buch! Es soll dir Hoffnung und Zuversicht schenken.

Meine Geschichte, darĂŒber, wie man auch in dunklen Zeiten mit Mut und Fantasie Hoffnung finden kann, ist fĂŒr Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene.

  • im großen Bilderbuchformat
  • mit schönen Illustrationen
  • und Platz, um das Buch zu personalisieren,

damit es ein besonderes Geschenk fĂŒr Menschen sein kann, die sich nach Zuspruch und Zuversicht sehnen.

Als ich das Manuskript schreibe, habe ich nicht nur meine erkrankte Freundin, sondern auch folgende Menschen und Situationen im Hinterkopf:

  • Kinder und Erwachsene, die eine schwere Diagnose erhalten (z. B. Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, chronische Schmerzen, COPD, Post-Covid, chronische Schmerzen und viele mehr),
  • Kinder und Erwachsene, die gemobbt werden und sich klein und schwach fĂŒhlen,
  • Kinder und Erwachsene, die das GefĂŒhl haben Versager zu sein, weil sie eine bestimmte Aufgabe oder Herausforderung nicht schaffen,
  • alle, die vor einer Herausforderung stehen, von der sie sich ĂŒberfordert und daher machtlos fĂŒhlen.

Ein bisschen schreibe ich das Buch auch fĂŒr mich – fĂŒr Situationen, in denen ich mich daran erinnern möchte, dass es immer Hoffnung auf schöne Momente gibt.

Botschaft: Du bist stark, auch wenn du dir schwach vorkommst

Auch wenn meine Freundin – aus der Perspektive der Leistungsgesellschaft – derzeit nicht funktioniert, beweist sie sehr viel Kraft – mehr Kraft als jeder Bodybuilder mit riesigen Muskeln. Mehr mentale StĂ€rke als jeder Manager eines großen Konzerns. Mit meiner Geschichte möchte ich ihr genau das sagen und ihr meinen Respekt zollen. Außerdem möchte ich, dass es die ganze Welt weiß.

Ich bin der Meinung, dass in unserer Leistungsgesellschaft Menschen, die tagtĂ€glich mit der Last einer Erkrankung durchs Leben gehen, oft nur Mitleid bekommen, aber nicht das, was sie eigentlich verdient hĂ€tten: Respekt. Respekt vor ihrer Leistung. Es ist eine Leistung, eine Krankheit zu ertragen. Es ist eine Leistung, anderen ein Beispiel fĂŒr mentale StĂ€rke zu sein. In wenigen Situationen braucht man so viel mentale StĂ€rke, wie wenn einem eine sch
 Krankheit den Boden unter den FĂŒĂŸen wegzieht und das eigene, selbstbestimmte, „normale“ Leben stiehlt.

In Situationen ohne Fluchtmöglichkeit hilft nur Hoffnung

Man kann vor nahezu jedem Problem flĂŒchten (ob das die beste Herangehensweise ist, steht auf einem anderen Blatt). Wenn man sich nicht mehr zu helfen weiß, kann man immer noch abhauen: vor einem nervigen Job, vor blöden Menschen, vor der Unordnung im Haushalt, vor schlechtem Wetter. Vor all dem kann man irgendwie weglaufen. Aber, wo lĂ€ufst du hin, wenn der Feind in deinem eigenen Körper sitzt? Eben. Da kann man nicht abhauen. Man hat nur die Wahl: den Kampf mit dem ĂŒbermĂ€chtigen Gegner wagen oder aufgeben. Wenn man kĂ€mpft, dann tut man das gleichzeitig gegen und fĂŒr sich. Gibt man auf, gewinnt auf jeden Fall die Krankheit und man stirbt.

Es ist ein Kampf auf Leben und Tod, kein Showkampf wie in Hollywood, sondern ein leiser, unrĂŒhmlicher Kampf, fĂŒr den man keine Anerkennung kriegt, keinen Heldenstatus, sondern meist nur Mitleid. Um sich ĂŒberhaupt einem solchen Kampf zu stellen, braucht man Hoffnung, womit wir wieder beim Thema wĂ€ren.

Allen, die das gelesen haben und derzeit einen solchen Kampf aushalten mĂŒssen, wĂŒnsche ich Hoffnung und vor allem zolle ich euch meinen grĂ¶ĂŸten Respekt. Und allen, die das gelesen haben, und einen Menschen kennen, der derzeit unter solch einem Kampf leidet, bitte ich: Schenkt diesem Menschen nicht nur Mitleid, sondern vor allem Respekt. Denn Anerkennung gibt Kraft und Kraft gibt Hoffnung.

Warum muss es gleich ein Buch ĂŒber Hoffnung sein?

Weil mir dieses Thema so wichtig ist, hatte ich den Herzenswunsch, es in einem Bilderbuch zu verpacken. Konkret schreibe ich es:

FĂŒr meine Freundin

Ich möchte meiner Freundin etwas Besonderes schenken. Da sie meine Buchprojekte immer cool findet, ist ein Buch, das durch und fĂŒr sie entstanden ist, etwas von besonderem Wert (hoffe ich zumindest).

Schreiben fĂŒr meine Seele

Seitdem ich Kind bin, hilft mir das Schreiben, um Herausforderungen und alles, was mich umtreibt, zu verarbeiten. Manchmal kann ich nicht anders. Ich muss mir manche Dinge von der Seele schreiben, um Klarheit fĂŒr mich zu erlangen. Meine Gedanken ĂŒber die Hoffnung mussten aus meiner Seele raus aufs Papier und in die Welt.

Anderen Menschen Hoffnung schenken

Ich glaube, dass jeder Mensch das GefĂŒhl der Hoffnungslosigkeit kennt, weil ihn irgendetwas ĂŒberfordert. In einer solchen Situation gibt es unterschiedliche Wege, Trost und Hilfe zu finden. Wenn ich persönlich vor einer Herausforderung stehe, lese ich ĂŒber entsprechende Problem. Vielleicht machen das andere ja auch so
. Ich wĂŒnsche mir, dass ein Mensch, der sich ĂŒberfordert fĂŒhlt, durch mein Buch wieder Hoffnung finden kann. Das wĂ€re wunderbar.

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Hardcover-Ausgabe Das Geheimnis von Henrietta Handy, Magische Welt der Dinge, Band 2

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