In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf die Entstehungsreise meines neuen Herzensprojektes: Ein Buch, das allen Menschen Hoffnung und Mut machen soll, die vor scheinbar unĂŒberwindlichen Herausforderungen stehen.

PortrĂ€t Autorin Alex Wagner ĂŒber Kopf mit Ornamenten und Schriftzug Kinderbuchprojekt Hoffnung

Herausforderungen, wie Krankheiten, fiese Personen oder das GefĂŒhl zu versagen, stellen die eigene Welt auf den Kopf – und zwar auf eine ungute Art und Weise. In solchen Situationen kann man schon mal die Hoffnung verlieren. Mein Kinderbuch »Hoffnung und der Sumpfmumpf« ist einem besonderen Menschen und all jenen gewidmet, die sich nach Zuversicht sehnen.

Update: Entstehungsschritte

12.11.2022: Auslöser
Im November 2022 trifft mich die Nachricht wie ein Vorschlaghammer auf den Kopf. Es ist Sonntag, ich liege noch im Bett. Gerade haben mein Mann und ich mit unserem Sohn gekuschelt und PlĂ€ne fĂŒr den Tag geschmiedet. So schön! Ich werfe einen Blick auf mein Handy. Die Nachricht meiner Freundin besteht aus drei Wörtern: „Ich im KH, Krebs.“ Schock!

07.12.2022: Reimgeschichte
Seit einem Monat bin ich in Gedanken stĂ€ndig bei meiner Freundin, die gegen den Krebs kĂ€mpft. Fast tĂ€glich sende ich ihr Nachrichten und ĂŒberlege mir, wie ich ihr Hoffnung spenden könnte.

Ein toller Workshop in der KinderbuchManufaktur von Kathrin Lena Orso zum Thema Schreibmelodie und Reimen motiviert mich so sehr, dass ich das Hoffnungsthema innerhalb von ein paar Stunden als Reimgeschichte schreibe. Per WhatsApp sende ich die Geschichte direkt meiner erkrankten Freundin. Sie freut sich darĂŒber sehr.

Aber in die Reimgeschichte schleichen sich noch weitere Ideen ein, durch die ich den Fokus auf das eigentliche Thema verliere. Ich stelle fest: die Reimgeschichte ist eher so … „naja“. Ich bin total frustriert.

19.05.2023: Erster Satz 
Nachdem ich vor einer Woche eine schlaflose Nacht hatte, in der ich die grobe Story, konkrete Dialoge und Illustrationsideen um 5:30 auf einen Block in der KĂŒche kritzelte, finde ich nun endlich Zeit, das Manuskript meines Hoffnungsbuches zu beginnen. Meinen Versuch, das Thema als Reimgeschichte umzusetzen, begrabe ich endgĂŒltig. Denn ich finde das Thema zu „schwer“, um es fĂŒr Kinder in einer Reimgeschichte zu verpacken.

20.05.2023: Illustratorinnen-Suche
Zum Buch hatte ich schon zwei, drei spezielle Illustrator:innen im Kopf. Mal sehen, wer Zeit und Lust hat. Die GesprĂ€che sind angestoßen.

24.05.2023: Lektorat
Nachdem das Thema schon seit einem halben Jahr in mir brodelt und raus möchte, habe ich den Text innerhalb weniger Tage geschrieben, ĂŒberarbeitet, Testlester:innen geschickt und dann fĂŒrs Lektorat fertig gemacht.

14.06.2023: Start der Überarbeitung
Nach der RĂŒckmeldung der Lektorin Susanne Ospelkaus mache ich mich an die Überarbeitung. Eine Figur lasse in der Geschichte lasse ich nun doch wieder in Reimen sprechen. Hallo again… Außerdem habe ich die Idee, dass ich ein Kinderlied zum Buch komponieren lassen möchte. Ich verfasse direkt den Liedtext und engagiere einen Komponisten.

17.07.2023: Überarbeitung Runde 2
Die Reime in der Geschichte wollen erweitert und verfeinert werden. Manchmal ist es zum Verzweifeln. Außerdem integriere ich das Lied in die wörtliche Rede von Hoffnung. Die Figur spricht nun nicht mehr, sondern singt im Dialog. So ein Bilderbuch ist mehr Arbeit als gedacht 😬

20.07.2023: Festlegung auf Titel
Auch wenn mir schon zu Beginn des Buchprojektes ein Buchtitel eingefallen war, wollte ich mich noch nicht darauf festlegen. Aber das habe ich mit der Erstellung zur Produktseite im Shop getan. Mein nĂ€chstes Kinderbuch heißt »Hoffnung und der Sumpfmupf«.

August und September: Feilen am Lied der Hoffnung
Ich schreibe mit dem Komponisten viel hin und her, um mich wegen des Liedes abzustimmen. Den Liedtext passe ich auf die finale Melodie an.

Oktober: finales Lektorat und Korrektorat
Endlich steht das Lied. Da Teile des Liedtextes nun auch im Dialog der Figur Hoffnung auftauchen, geht das Manuskript nochmals zu Susanne Ospelkaus ins Lektorat und fĂŒr einen finalen Check ins Korrektorat zu Dominique Daniel.

Was ist Hoffnung?

Hoffnung ist fĂŒr mich wie ein Lichtblick, dass die Zukunft nicht so dĂŒster bleiben muss, wie die aktuelle Situation scheint. Hoffnung begleitet mich bereits mein ganzes Leben. Die Hoffnung nicht aufzugeben, zuversichtlich sein, weiterzumachen und zu kĂ€mpfen, auch wenn es anstrengend ist und die Chancen auf Erfolg nicht sicher sind – das gehört zu meiner DNA.

Gesundheitliche Herausforderungen und schwere KrankheitsfĂ€lle kenne ich persönlich und aus meinem nahen Umfeld seit vielen Jahren. FĂŒr mich sind Hoffnung und Zuversicht daher sehr wichtig. Ich weiß, wie es sich anfĂŒhlt, wenn man in einem Tal ist und nicht weiß, wie man da wieder rauskommen soll. Durch schwere Zeiten und tiefe TĂ€ler geht man leichter, wenn Familie und Freunde unterstĂŒtzen, finde ich – und Geschichten, die Mut und Leichtigkeit vermitteln. So eine Geschichte möchte ich schreiben.

Warum ausgerechnet jetzt ein Buch ĂŒber Hoffnung?

Die Nachricht, dass eine gute Freundin an einer sehr fortgeschrittenen Krebserkrankung leidet, erreicht mich im November 2022 und wĂŒhlt mich ziemlich auf. Seither bekomme ich beinahe tĂ€glich ihre Qualen, ihre RĂŒckschlĂ€ge, das unsĂ€gliche Leid mit. Ich bewundere sie dafĂŒr, wie sie in einer derart herausfordernden Situation und unĂŒberwindbar scheinenden Lage immer weitermacht und die Hoffnung nicht aufgibt. Sie klammert sich ans Leben.

Ich möchte sie in dieser schweren Zeit begleiten und ihr zur Seite stehen, auch wenn mich das – das gebe ich offen zu – manchmal seelisch ziemlich anstrengt. Aber hier geht es nicht um mich, sondern um sie. WĂ€re ich in einer solchen Lage, wĂ€re eine große Angst von mir, vergessen und allein gelassen zu werden. Nutzlos zu sein. Das wĂŒrde mir die Hoffnung und den Antrieb rauben. Neben einer schweren Krankheit auch noch dieses GefĂŒhl mitschleppen zu mĂŒssen, stelle ich mir schrecklich erdrĂŒckend vor. Daher möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass sich meine Freundin – auch wenn sie ans Bett gefesselt ist – nicht allein und nutzlos vorkommt.

Bisher hat sie alle meine Geschichten immer als Testleserin gelesen. Nach Erscheinung hat sie meine BĂŒcher unterstĂŒtzt, indem sie diese im Freundeskreis Eltern und Lehrerinnen von Grundschulkindern empfohlen oder geschenkt hat. Sie findet es total cool, dass ich BĂŒcher schreibe. Daher keimt in mir der Wunsch, dass ich ein Buch fĂŒr sie schreiben bzw. widmen möchte. Dieser Wunsch wird immer stĂ€rker. Die Idee lĂ€sst mich monatelang nicht mehr los, auch wenn die ersten Versuche (das Thema als Reimgeschichte umzusetzen) ziemlich daneben gehen. Jetzt soll es ein Bilderbuch sein.

Hoffnung fĂŒr wen?

Du fĂŒhlst dich in einem Tal vor einem riesigen Berg mit einem Rucksack, der schwerer und grĂ¶ĂŸer ist als du? Genau fĂŒr dich ist dieses Buch! Es soll dir Hoffnung und Zuversicht schenken.

Meine Geschichte, darĂŒber, wie man auch in dunklen Zeiten mit Mut und Fantasie Hoffnung finden kann, ist fĂŒr Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene.

  • im großen Bilderbuchformat
  • mit schönen Illustrationen
  • und Platz, um das Buch zu personalisieren,

damit es ein besonderes Geschenk fĂŒr Menschen sein kann, die sich nach Zuspruch und Zuversicht sehnen.

Als ich das Manuskript schreibe, habe ich nicht nur meine erkrankte Freundin, sondern auch folgende Menschen und Situationen im Hinterkopf:

  • Kinder und Erwachsene, die eine schwere Diagnose erhalten (z. B. Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, chronische Schmerzen, COPD, Post-Covid, chronische Schmerzen und viele mehr),
  • Kinder und Erwachsene, die gemobbt werden und sich klein und schwach fĂŒhlen,
  • Kinder und Erwachsene, die das GefĂŒhl haben Versager zu sein, weil sie eine bestimmte Aufgabe oder Herausforderung nicht schaffen,
  • alle, die vor einer Herausforderung stehen, von der sie sich ĂŒberfordert und daher machtlos fĂŒhlen.

Ein bisschen schreibe ich das Buch auch fĂŒr mich – fĂŒr Situationen, in denen ich mich daran erinnern möchte, dass es immer Hoffnung auf schöne Momente gibt.

Botschaft: Du bist stark, auch wenn du dir schwach vorkommst

Auch wenn meine Freundin – aus der Perspektive der Leistungsgesellschaft – derzeit nicht funktioniert, beweist sie sehr viel Kraft – mehr Kraft als jeder Bodybuilder mit riesigen Muskeln. Mehr mentale StĂ€rke als jeder Manager eines großen Konzerns. Mit meiner Geschichte möchte ich ihr genau das sagen und ihr meinen Respekt zollen. Außerdem möchte ich, dass es die ganze Welt weiß.

Ich bin der Meinung, dass in unserer Leistungsgesellschaft Menschen, die tagtĂ€glich mit der Last einer Erkrankung durchs Leben gehen, oft nur Mitleid bekommen, aber nicht das, was sie eigentlich verdient hĂ€tten: Respekt. Respekt vor ihrer Leistung. Es ist eine Leistung, eine Krankheit zu ertragen. Es ist eine Leistung, anderen ein Beispiel fĂŒr mentale StĂ€rke zu sein. In wenigen Situationen braucht man so viel mentale StĂ€rke, wie wenn einem eine sch
 Krankheit den Boden unter den FĂŒĂŸen wegzieht und das eigene, selbstbestimmte, „normale“ Leben stiehlt.

In Situationen ohne Fluchtmöglichkeit hilft nur Hoffnung

Man kann vor nahezu jedem Problem flĂŒchten (ob das die beste Herangehensweise ist, steht auf einem anderen Blatt). Wenn man sich nicht mehr zu helfen weiß, kann man immer noch abhauen: vor einem nervigen Job, vor blöden Menschen, vor der Unordnung im Haushalt, vor schlechtem Wetter. Vor all dem kann man irgendwie weglaufen. Aber, wo lĂ€ufst du hin, wenn der Feind in deinem eigenen Körper sitzt? Eben. Da kann man nicht abhauen. Man hat nur die Wahl: den Kampf mit dem ĂŒbermĂ€chtigen Gegner wagen oder aufgeben. Wenn man kĂ€mpft, dann tut man das gleichzeitig gegen und fĂŒr sich. Gibt man auf, gewinnt auf jeden Fall die Krankheit und man stirbt.

Es ist ein Kampf auf Leben und Tod, kein Showkampf wie in Hollywood, sondern ein leiser, unrĂŒhmlicher Kampf, fĂŒr den man keine Anerkennung kriegt, keinen Heldenstatus, sondern meist nur Mitleid. Um sich ĂŒberhaupt einem solchen Kampf zu stellen, braucht man Hoffnung, womit wir wieder beim Thema wĂ€ren.

Allen, die das gelesen haben und derzeit einen solchen Kampf aushalten mĂŒssen, wĂŒnsche ich Hoffnung und vor allem zolle ich euch meinen grĂ¶ĂŸten Respekt. Und allen, die das gelesen haben, und einen Menschen kennen, der derzeit unter solch einem Kampf leidet, bitte ich: Schenkt diesem Menschen nicht nur Mitleid, sondern vor allem Respekt. Denn Anerkennung gibt Kraft und Kraft gibt Hoffnung.

Warum muss es gleich ein Buch ĂŒber Hoffnung sein?

Weil mir dieses Thema so wichtig ist, hatte ich den Herzenswunsch, es in einem Bilderbuch zu verpacken. Konkret schreibe ich es:

FĂŒr meine Freundin

Ich möchte meiner Freundin etwas Besonderes schenken. Da sie meine Buchprojekte immer cool findet, ist ein Buch, das durch und fĂŒr sie entstanden ist, etwas von besonderem Wert (hoffe ich zumindest).

Schreiben fĂŒr meine Seele

Seitdem ich Kind bin, hilft mir das Schreiben, um Herausforderungen und alles, was mich umtreibt, zu verarbeiten. Manchmal kann ich nicht anders. Ich muss mir manche Dinge von der Seele schreiben, um Klarheit fĂŒr mich zu erlangen. Meine Gedanken ĂŒber die Hoffnung mussten aus meiner Seele raus aufs Papier und in die Welt.

Anderen Menschen Hoffnung schenken

Ich glaube, dass jeder Mensch das GefĂŒhl der Hoffnungslosigkeit kennt, weil ihn irgendetwas ĂŒberfordert. In einer solchen Situation gibt es unterschiedliche Wege, Trost und Hilfe zu finden. Wenn ich persönlich vor einer Herausforderung stehe, lese ich ĂŒber entsprechende Problem. Vielleicht machen das andere ja auch so
. Ich wĂŒnsche mir, dass ein Mensch, der sich ĂŒberfordert fĂŒhlt, durch mein Buch wieder Hoffnung finden kann. Das wĂ€re wunderbar.

Aus dem Shop

Antons geheime Reise mit Paul Pulli, Band 1 von Magische Welt der Dinge. Hardcover, 14,95€

Hardcover-Ausgabe Das Geheimnis von Henrietta Handy, Magische Welt der Dinge, Band 2

Das Geheimnis von Henrietta Handy, Band 2 von Magische Welt der Dinge. Hardcover, 16,00€ 

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Das Geheimnis von Henrietta Handy, Band 2 von Magische Welt der Dinge. Taschenbuch, 9,95€