Freust du dich über einen persönlichen Brief in deinem Briefkasten? Ja, natürlich. Wer nicht? Ein handgeschriebener Brief ist heute eine Seltenheit und darum umso schöner.

In diesem Beitrag erhältst du:

Grundschüler schreibt Brief auf ausgedruckter Briefpapiervorlage

Das Briefpapier vom Foto kannst du dir übrigens hier gratis runterladen 👉 Briefpapier zum Ausdrucken: Motiv Anton hebt ab​. Es ist ein Bild aus dem Superhelden-Abenteuer in die Welt hinter unserer Bekleidung »Magische Welt der Dinge, Antons geheime Reise mit Paul Pulli«

Briefe schreiben – nicht nur für die Grundschule eine coole Sache

Als Grundschüler oder Grundschülerin Briefe zu schreiben ist eine tolle Möglichkeit, Erlebnisse und Geheimnisse mit Freunden und Freundinnen zu teilen. Dabei ist ganz egal, ob diese weit weg von dir wohnen oder du den Brief einfach über die Schulbank schiebst.

Hier lernst du, wie du einen Brief richtig schreibst und bekommst noch ein paar Extra-Tipps sowie Vorlagen zum Download.

Beispiel-Brief mit Aufbau & Bestandteilen

Beispiel für Brief schreiben in Grundschule mit Erklärungen zu Aufbau und Bestandteilen

Das Bild👆 zeigt dir, wie ein persönlicher Brief ausschaut.

Du siehst den Aufbau sowie alle Elemente eines Briefes und wo diese auf dem Brief platziert werden.

Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du hast das Briefpapier parat? Dann kann es gleich los gehen.

Vorbereitung

Bevor du darauf los schreibst, solltest du zuerst zwei Dinge überlegen:

  1. An wen möchtest du schreiben? (Logisch!)
  2. Was möchtest du der Person mitteilen, also in deinem Brief erzählen oder erfragen?

Mach dir darüber kurz Gedanken und gehe dann ans Werk.

Aufbau eines Briefes

In der Grundschule schreibt man meist persönliche Briefe. Das sind Briefe an Freunde, Verwandte oder Bekannte. Der Aufbau eines persönlichen Briefes ist immer gleich:

  • Oben rechts stehen: Ort und Datum. Diese beiden Angaben werden durch ein Komma getrennt. Beispiel: München, 12. Oktober 2021.
  • In der Zeile darunter stehen die Anrede (Begrüßung), der Name des Empfängers oder der Empfängerin und danach ein Komma. Beispiel: „Hallo Mia,“ oder „Lieber Emil,“.
  • Dann beginnt der Briefinhalt. Starte mit einem Einleitungssatz. Achte dabei darauf, dass du den Satz klein beginnst. Denn oben nach der Anrede steht ein Komma.
  • Kurz vor dem Ende kommt ein Schlusssatz.
  • Am Ende des Briefes findest sich die Verabschiedungsformel. Beispiel: „Viele Grüße“ oder „Liebe Grüße“ oder „Herzliche Grüße“ und dein Name.

Hinweis: Für offizielle Briefe (Anschreiben) an Erwachsene, die du nicht kennst, verwendest du sicherheitshalber die formelle Begrüßung „Sehr geehrte Frau…“ oder „Sehr geehrter Herr…“ und die Abschiedsformel „Mit freundlichen Grüßen„.

Briefinhalt verfassen

Du hast dir überlegt, an wen und was du schreiben möchtest. Du kennst jetzt den Aufbau eines Briefes. Nun geht es ans Schreiben.

Schreibanlässe: Darüber kannst du in einem Brief schreiben

In einem Brief kannst du alles schreiben, was du einer Person erzählen würdest, stünde sie neben dir. Trotzdem findest du hier ein paar Ideen, was du in einem Brief schreiben könntest:

  1. Darüber, wie es dir geht und deine Gefühle: Bist du zurzeit glücklich oder eher traurig? Warum? Begeistert dich etwas oder hast du vor etwas Angst?
  2. Ein tolles Erlebnis schildern: Hast du in letzter Zeit etwas Tolles erlebt? Was war das? Was daran war besonders schön? Willst oder wirst du es wieder machen?
  3. Dein aktuelles Lieblingsbuch, Film oder Spiel: Hat dich in letzter Zeit ein Buch, Spiel oder Film so richtig begeistert? Was daran war super und warum würdest du es deinem/deiner Brieffreund:in auch empfehlen?

Beispiele für den Einleitungssatz und Schlusssatz

Einleitungssätze

  • wie geht es dir? Bei uns ist gerade ganz schön viel los.
  • endlich habe ich Zeit, dir zu schreiben. Ich möchte dir dringend etwas erzählen.
  • vielen Dank für deinen Brief! Ich habe mich sehr gefreut und schreibe gleich zurück.

Schlusssätze

  • Jetzt weißt du alles Neue von mir. Schreib mir bald zurück!
  • Ich hoffe, wir sehen uns in den Ferien.
  • Welches Buch oder Film haben dich in letzter Zeit begeistert? Ich bin gespannt!

Tipp! So werden deine Briefe fehlerfrei und schön:

  1. Schreibe den Brief zunächst mit Bleistift. Warum du das so machen sollst? Weil sich jeder mal verschreibt oder sich ein Rechtschreibfehler einschleicht, der einem nicht sofort auffällt. Indem du zunächst mit dem Bleistift schreibst, kannst du Fehler einfach und unauffällig ausbessern. Durchstreichen oder Tintenkiller sehen hingegen nicht ganz so schön aus.
  2. Lies die mit Bleistift geschrieben Version deines Briefes durch, um diese auf Fehler zu kontrollieren und bessere diese aus.
  3. Spure im Anschluss deine Schrift mit dem Füller oder Buntstiften nach.
  4. Zum Schluss radierst du vorsichtig die Bleistiftschrift weg. Solltest du den Brief mit Füller geschrieben haben, warte lange genug. Die Tinte muss erst vollständig getrocknet sein, damit sie beim Radieren nicht verwischt!
  5. Wenn es dir Spaß macht, verzierst du den Brief mit Aufklebern, Zeichnungen oder malst das Bild des Briefpapiers aus, wenn du ein schwarz-weißes Briefpapier zum Ausdrucken verwendet haben solltest.

Brief mit der Post verschicken

Du hast deinen Brief fertig geschrieben? Gratulation. Du kannst stolz auf dich sein! Jetzt packst du den Brief in ein Briefkuvert, machst die Verschlusslasche zu und klebst diese fest. Auf der Vorderseite (also auf der Seite, auf der die Verschlusslasche nicht zu sehen ist) kommen die Adressen des Empfängers und des Absenders.

Empfänger: Der Empfänger ist diejenige Person, der du den Brief schickst. Diese Adresse schreibst du auf die rechte Seite mittig aufs Kuvert.

Absender: Der Absender bist du. Links oben schreibst du deine Anschrift. Damit weiß der Empfänger, von wem der Brief ist. Sollte der Empfänger umgezogen sein oder sollte ein Fehler in der Adresse des Empfängers stecken, schickt die Post deinen Brief an dich zurück. Außerdem kennt der Empfänger oder die Empfängerin deine Adresse, wenn du diese auf dem Kuvert hinterlässt, und kann dir einen Brief zurückschreiben.

Gute Gründe, für’s Briefe schreiben in der Grundschule

Schreiben gehört nicht zu deinen Lieblingsbeschäftigungen? Überlege dir das nochmal. Denn es gibt gute Gründe, warum du auch schon in der Grundschule Briefe schreiben solltest – abgesehen davon, dass du es in der Schule irgendwann einmal lernen musst.

1. Briefe für eine geheime Kommunikation mit Verbündeten

Hast du schon mal etwas vom sogenannten Briefgeheimnis gehört? Nicht! Das ist eine tolle Sache. Denn es bedeutet, dass nur der Ersteller des Briefes – also derjenige, der den Brief geschrieben hat – und der Empfänger des Briefes – also derjenige, an den der Brief geschickt wurde – den Brief öffnen und lesen darf. Und sonst niemand. Auch deine Eltern nicht. In ganz seltenen Ausnahmefällen darf die Post einen Brief öffnen. Aber das kommt wirklich äußerst selten vor.

Briefe sind damit der perfekte Weg, wenn du mit deinen Freunden oder Freundinnen Geheimnisse teilen möchtest und keiner, wirklich kein anderer davon etwas mitbekommen soll. Das klingt doch cool, oder?

2. Üben für später

Als Jugendlicher und Erwachsener muss man ab und zu Briefe schreiben, zum Beispiel Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle. Viel häufiger schreibt man aber E-Mails. Ein Brief und eine E-Mail haben dabei ziemlich viel gemeinsam. Schließlich steht in dem Wort E-Mail das „E“ für „elektronisch“ und „Mail“ bedeutet auf englisch Brief. Eine E-Mail ist also nichts anderes als ein Brief, den du auf elektronischem Wege versendest. Deswegen übst du, wenn du jetzt in der Grundschule handschriftliche Briefe schreibst, schon für später.

3. Eltern, Großeltern und Lehrkräfte beeindrucken

Außerdem werden deine Eltern und auch deine Lehrkräfte mächtig beeindruckt sein, wenn du schon weißt, wie man einen Brief schreibt und diesen richtig aufbaut. Sollten deine Großeltern nicht bei dir in der Nähe wohnen, freuen die sich sicher auch riesig über einen Brief von dir und sind ziemlich stolz, dass du das schon kannst.

Briefpapier-Vorlagen für Grundschulkinder (gratis Download)

Für das Schreiben von Briefen sind Briefpapier-Vorlagen praktisch. Sie stellen sicher, dass du keinen Bestandteil des Briefes vergisst und sehen dabei auch hübscher aus als ein rein weißes Blatt Papier.

Briefpapier zum Ausdrucken, Vorlage für Grundschule, Motiv Anton hebt ab

👆 Das ist die Vorlage, die in diesem Blog-Beitrag verwendet wurde. Du kannst sie dir gratis als PDF herunterladen.

Im Blog findest du weiteres Briefpapier zum Ausdrucken.​ Unten siehst du ein paar Beispiele👇

Briefpapier mit Einhorn-Motiv
Briefpapier Vorlage Sumpfmumpf nah
Briefpapiervorlage Ausmalmotiv Superhelden surfen auf Baumwolle

Aus dem Shop:

Cover »Lesewald, der Zauber erwacht«, Buch zum Lesenlernen

Lesewald, Der Zauber erwacht (Buch zum Lesen lernen für Erstleser),
Hardcover, 16,00€

Frontcover Foto Kinderbuch über Angst und Mut »Der Sumpfmumpf und die Hoffnung«

Der Sumpfmumpf und die Hoffnung, Hardcover, 18,95€

Zwei Kinderbücher von Magische Welt der Dinge

Nachhaltigkeit spannend erzählt: Buch-Bundle, Hardcover, 30,95€

FAQ

Wie schreibe ich einen Brief in der Grundschule?

In der Grundschule schreibst du meist persönliche Briefe. Du schreibst oben zuerst Datum, in die nächste Zeile die Begrüßung und den Namen des Empfängers. Dann folgt der Briefinhalt. Am Ende verabschiedest du dich.

Ab welcher Klasse lernen Kinder in der Grundschule, Briefe zu schreiben?

Persönliche Briefe stehen in den meisten Bundesländern in Klasse 3 und 4 auf dem Lehrplan. Einfache Vorformen kommen oft schon früher: In Klasse 1 und 2 schreiben Kinder Grußkarten, Postkarten oder kurze Nachrichten an die Familie. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern dass ein Kind Wörter lautgetreu verschriften kann – für den ersten „echten“ Brief reichen also drei bis vier Sätze völlig aus. Wer früher Lust hat, darf natürlich früher loslegen.

Wie lang muss ein Brief in der Grundschule sein?

Es gibt keine vorgeschriebene Länge – für Klasse 3 und 4 sind etwa 8 bis 15 Sätze bzw. eine halbe bis eine ganze Seite ein guter Richtwert. In Klasse 1 und 2 genügen wenige Sätze. Wichtiger als die Länge ist, dass alle Bestandteile vorhanden sind: Ort und Datum, Anrede, Einleitungssatz, Inhalt, Schlusssatz und Grußformel. Ein kurzer Brief, der vollständig und lesbar ist, ist mehr wert als eine lange Seite, bei der das Kind die Lust verliert.

Warum schreibt man nach der Anrede klein weiter?

Weil nach der Anrede ein Komma steht und ein Komma beendet den Satz nicht. Der erste Satz des Brieftextes ist grammatisch die Fortsetzung, deshalb beginnt er klein:

Liebe Mia,
wie geht es dir?

Ausnahme: Das erste Wort wird groß geschrieben, wenn es ohnehin großgeschrieben werden muss – also bei Namen, Nomen oder der Anredeform „Ich“ am Satzanfang (z. B. „Ich habe dir etwas zu erzählen!“). Nach einem Ausrufezeichen hinter der Anrede („Hallo Emil!“) wird ebenfalls großgeschrieben. Im persönlichen Brief ist das Komma aber die üblichere Variante.

Was kostet es, einen Brief zu verschicken und wohin kommt die Briefmarke?

Das Porto für den Versand eines Standardbriefes mit der Deutschen Post/ DHL kostet innerhalb Deutschlands kostet 0,95 €. Der Brief darf bis zu 20 Gramm wiegen. Das sind rund drei Blätter Papier plus Umschlag. Dieser Preis gilt seit dem 1. Januar 2025 und bleibt bis Ende 2026 unverändert; eine Postkarte kostet genauso viel. Die Briefmarke klebst du oben rechts auf die Vorderseite des Kuverts, also auf die Seite ohne Verschlusslasche, auf der auch die Adressen stehen. Ein Tipp: Quadratische Umschläge kosten mehr Porto, weil sie nicht als Standardbrief gelten. Nimm also besser ein längliches Kuvert (DIN lang oder C6).