Du möchtest die Lesemotivation deines Kindes fördern? Egal, ob dein Kind gerade erst das Lesen lernt oder einfach mehr lesen und üben soll. Hier findest du einfache Ideen für das Grundschulalter, die in jeden Familienalltag passen!

Lesemotivation ist der Schlüssel zum erfolgreichen Lesen lernen und spielt eine essenzielle Rolle für das lebenslange Interesse an Büchern. Lesen regt die Fantasie an und erweitert das Wissen. Es ist die Grundlage für schulischen und beruflichen Erfolg.

Hier findest du einfache Ideen, wie du bei deinem Grundschulkind die Lust am Lesen wecken und die Lesemotivation unterstützen kannst.

Junge liest mit Buch vor Gesicht, während er im Baum sitzt

Tschüss Lesemuffel, hallo Bücherwurm! Hilf deinem Kind, die Freude am Lesen zu entdecken. Dann wird es ein Leben lang selbstmotiviert lesen. 

Vorlesen und gemeinsames Lesen als Motivation

Vorlesezeit und gemeinsames Lesen motiviert und unterstützt den Leselernprozess. Du gehst mit gutem Vorbild voran, es stärkt die Bindung zwischen dir und deinem Kind. Außerdem verstehen Grundschulkinder bereits Geschichten, die deutlich komplexer und spannender sind als jene, die sie selbst schon lesen können. Lies deinem Kind also weiterhin vor. Denn die Formel ist einfach: Je spannender die Geschichte, umso höher die Lesemotivation und auch der Wunsch, bald selbst schwierigere Bücher lesen zu wollen.

Wechselt euch beim Lesen ab. Es gibt Bücher, die auf das so genannte Tandem lesen ausgerichtet sind. Aber das funktioniert auch mit jedem anderen Buch. Abhängig davon, wie gut dein Kind schon lesen kann, teilt ihr euch das Buch bzw. die Lesezeit auf. Beispielsweise liest du zwei Seiten vor. Dann liest dein Kind: ein Wort, einen Satz, eine Seite, ein Kapitel etc. Natürlich könnt ihr das Vorlese-Pensum deines Kindes mit der Zeit steigern.

Lobe es für den Fortschritt, indem du ihm vor Augen führst, wie viel mehr es bereits nach einem Tag oder einer Woche etc. schon lesen kann.

Mutter und Sohn auf der Couch beim Vorlesen

Deinem Kind vorlesen oder euch gegenseitig vorlesen – damit legst du einen wichtigen Grundstein für die Lesemotivation. Dein Kind speichert Lesen als etwas positiv Wohliges ab. Außerdem bist du ihm ein gutes Vorbild.

Lesestoff selbst auswählen lassen für mehr Lesemotivation

Egal ob in der Buchhandlung vor Ort, beim Online-Buchhändler oder in der örtlichen Bücherei – lasse dein Kind möglichst selbst entscheiden, was es lesen möchte. Es soll die Lektüre nicht als aufgezwungen, sondern als eigene, freie Wahl empfinden. Geht ins Gespräch und sucht nach Lesestoff, der euch beiden gefällt, wenn ihr ein Buch gemeinsam lesen wollt. So findest du auch mehr über die Interessen und Lesepräferenzen deines Kindes heraus, was zum Beispiel für die Auswahl künftiger Buchgeschenke hilfreich ist.

Selbstverständlich ist, dass du Bücher mit Inhalten, die deinen Werten widersprechen, ablehnen kannst. Aber sage nicht „nein“, nur weil dich das Buch persönlich nicht anspricht oder nicht interessiert.

Extra-Hinweis fürs Vorlesen: Gerade jüngere Kinder möchten häufig immer wieder die gleichen Lieblingsbücher vorgelesen bekommen. Auch wenn dir die Lektüre schon zum Hals heraushängt oder du das Buch furchtbar langweilig findest, tu deinem Kind den Gefallen. Lies ihm sein Lieblingsbuch vor.

Lesen als etwas Besonderes inszenieren

Unsere Kinder wachsen in einer Zeit mit Shows, Festen und Events auf. Alles wird laut angekündigt, groß gefeiert, passend dekoriert, fotografiert, gepostet etc. Wir leben in einer Welt der Inszenierung.

Lesen hingegen ist nichts von all dem. Es ist leise und konzentriert auf sich selbst. Nicht jedes Kind empfindet die Ruhe und Rückzugsmöglichkeit, die einem das Lesen bietet, als attraktiv, sondern hält es möglicherweise sogar für langweilig.

Vielleicht kannst du deinem Kind das (Vor)Lesen schmackhaft machen, indem du dem Lesen einen besonderen Rahmen gibst. Das beginnt bei ausgefallenen oder coolen Leseorten und endet bei Events, die das Lesen inszenieren, wie einer Lesenacht.

Coole Leseorte

  • Hängematte
  • in einem Baum oder Baumhaus
  • Lesehöhle aus Kissen und Decken bauen
  • im Bett unter der Bettdecke (am besten heimlich mit Taschenlampe)
  • im Schlauchboot auf dem See
  • auf der Schaukel

Auch außergewöhnliche oder besonders coole Leseorte können dein Kind zum Lesen motivieren.

Lesen? Ein Event! Beispiele:

  • feste Leseabende oder Lesenachmittage in der Familie mit Keksen, Chips & Kuscheln (so wie man sonst Fernsehabende macht).
  • Lesenacht in der Familie oder mit Freund*innen: Pyjama, Taschenlampe, Buch und lesen, bis einem die Augen zufallen.
  • Lese-Challenge mit Freund*innen mit Siegerehrung am Ende. Zum Beispiel: Wer liest die meisten Bücher? An den ungewöhnlichsten Orten? Bücher mit Covern in bestimmten Farben.
  • Buchtausch-Party
  • Lese-Picknick auf einer Wiese, am See oder aber bei Dämmerung im eigenen Garten oder auf dem Balkon mit Kerzenschein.

Motivationshilfen und Belohnung

Wer schon einmal in der Arbeit einen Bonus bekommen hat, weiß, dass Belohnungen die eigene Arbeitsmoral deutlich unterstützen können. Warum sollte das bei der Lesemotivation deines Kindes anders sein?

Kleine Motivationshilfen fördern die Leselust und die Disziplin, regelmäßig zu lesen. Denn sie winken nicht nur mit einer Belohnung oder einem guten Gefühl (»Ich hab’s geschafft«) am Ende, sondern führen deinem Kind Fortschritt und Leistung auch vor Augen. Diese Visualisierung erleichtert es deinem Kind, stolz auf sich zu sein.

Beispiele für Lesemotivationshilfen und Belohnung:

  • Motivationsglas mit Zwischenzielen
  • Lesepass zum Abstempeln, Ankreuzen oder mit Stickern bekleben
  • Antolin-Profil mit der Übersicht gelesener Bücher
  • Dein Lob: Lobe dein Kind jedes Mal, wenn es gelesen hat
  • Dein Kind darf 10 Minuten länger wach bleiben, wenn es in dieser Zeit liest
  • Vorlesezeit mit dir als Belohnung

Bücher im Haus schaffen eine motivierende, lesefreundliche Umgebung

Bücher im Haus und Kinderzimmer zu haben, ist immer eine gute Idee. Denn wenn dein Kind von Büchern umgeben ist, wird es sich eher dafür interessieren, wie wenn es nie ein Buch zu Gesicht bekommt.

Die Bücher müssen nicht alle gekauft oder neu sein. Geliehene Bücher aus der Bibliothek oder abgegriffene Exemplare vom Flohmarkt sind für den kleinen Geldbeutel und genauso wunderbar.

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